Katrin in Kanada

Wednesday, September 06, 2006

Vancouver, not Island

(Week 6) 28. August – 3. September. Flucht von der Insel. Sie ist zwar wunderschön, aber auf Dauer (und vor allem ohne Auto) ein bißchen langweilig. Und weil das weekend kein normales war, sondern das Labour Day Weekend, war der Montag ein Feiertag – sowas muss man ausnutzen. Um 17:45 saß ich also im Bus; um 19:00 ging die Fähre und um 21:30 war ich in der großen Stadt, die nach Captain George Vancouver benannt ist. Eine lange Reise, wenn man bedenkt, dass die Entfernung zwischen Victoria und Vancouver nur 100 km Luftlinie beträgt...



Gleich am Samstagmorgen bin ich auf den Lookout, das ist der Harbour Centre Tower, von dem aus man einen super Ausblick auf die Stadt und die Berge hat. Dann natürlich in die Innenstadt und auf den Commercial Drive (Multi-Kulti-Straßenmeile) und West Broadway, dort sind die ganzen Outdoor-Shops. Vom Chinatown Night Market war ich ja schon ein bisschen enttäuscht (es gibt dort den gleichen Ramsch wie in jedem Chinaladen – mit live musikalischer Unterhaltung. Habt ihr schon mal Lieder aus Disney-Filmen auf Chinesisch gehört? Ich schon. Glaubt mir, es ist nichts, was man weiterempfiehlt.), aber wenigstens war das Essen gut und billig. Mit Frederik, einem anderen ABE-Praktikanten, den ich zufällig auf der Fähre traf, hab ich mir dann im Kino 'Bon Cop – Bad Cop' angeschaut... ein sehr, sehr lustiger kanadischer Film über zwei Polizisten (einer aus Québec, der andere aus Ontario), die zusammen an einem Fall arbeiten müssen, obwohl sie sich hassen, und denen ständig komische Dinge passieren. Gut, dass es Untertitel gab, immer wenn jemand 'Fronsösisch' gesprochen hat, denn das kanadische klingt halt sehr merkwürdig und ist nicht einfach zu verstehen. Soviel kann ich nur sagen: 'tabarnac' scheint ein schlimmes Schimpfwort zu sein. Abends bin ich dann gleich nochmal auf den Lookout... auch schön, aber leider hat da meine Kamera nicht kooperieren wollen. Muss ich wohl noch den richtigen Modus rausfinden.




Am Sonntag bin ich durch Gastown marschiert, das ist das historische Stadtviertel gleich neben dem Hostel, und habe mir im Storyeum die Geschichte von British Columbia als einstündige Theatervorstellung angesehen. Und im Chinesischen Garten habe ich einen Tee getrunken und die Steine bewundert. Abends war 'maple table' (Treffen mit anderen DKG-Leuten) im Malones Pub. Am Montag war ich dann im Anthropologie-Museum der UBC (University of British Columbia)... das ist auf einem Riesengelände ganz weit draußen, dafür aber gleich am Strand. Das Museum an sich ist... nennen wir es interessant, aber von oben bis unten vollgepackt mit Indianer-Kram. Oh, Entschuldigung, das heißt hier 'first nations'. Es gibt Vitrinen, in denen furchtbar viele Sachen zu sehen sind, aber leider steht nicht dran, was man da alles sieht. Und dann kann man an so Schränken lauter Schubladen aufmachen und noch mehr Sachen sehen und dann im Katalog dazu nachblättern, um was es sich genau handelt. Anstrengend halt. Um halb vier nachmittags fuhr dann auch schon wieder der Bus zurück auf die Insel... ohohoh, und ich habe meine ersten Wale gesichtet! Von der Fähre aus! Die waren ziemlich weit weg! Aber es waren Wale! Killerwale!

1 Comments:

Blogger Vroni said...

Ooohja, TABARNAC ist ein schlimmes Schimpfwort und die Quebcois liiieben es! Wirklich! Sie hegen eine innige, persoenliche Zuneigung zu diesem Wort: jeder Quebecois wird dir sofort strahlend davon berichten, wie wunderbar erleichternd dieses Wort sein kann und dass es keinen gleichwertigen Ersatz fuer dieses hoechste aller Schimpfgefuehle gibt! Stimmt ja auch, shit und merde koennen da nicht mithalten!
Andere Schimpfwoerter sind wahlweise Calisse, Ciboire, Crisse, Ostie/Estie (von Hostie) -- alles also Kirchliche Begriffe. Das hat selbst die katholische Kirche hier mitbekommen und hat eine Aufklaerungskampagne gestartet: "Was die Schimpfwoerter wirklich bedeuten." Suesser Versuch, kannst ihn dir mal unter
http://www.diocesemontreal.org/accueil/collecte/2006/index.htmhttp://kanadakatrin.blogspot.com/
angucken!

P.S.: Ich beneide dich fuer die englischen Untertitel bei Bon Cop, Bad Cop!! Y'faut pas coire que j'ai catche (=reussi a comprendre) tous ce qu'ils jasaient(=parlaient), la, dans ce crisse d'un bon film, mais pantoute (=pas du toute)! Enteka (=En tout cas), je m'en vais astheure (= a cette heure la= maintenant), bye et a tantot!
Ils sont fous les Quebecois! :-)

1:14 PM  

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